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Mein Ende der Jamie-Saga von Diana Gabaldon

Es dauert ja noch ein paar Jährchen, bis wir endlich wissen, wie die Feuer-und-Stein-Saga von Diana Gabaldon zu Ende geht. Über sechs Bücher erstreckt sich nun schon das Leben von Claire und James Fraser und ein siebtes ist in Arbeit.

Natürlich ist man als Fan oft ungeduldig und glaubt es kaum aushalten zu können, endlich zu erfahren, wer der sagenumwobene Geist im ersten Buch ist. Diana hat ja bekannt gegeben, dass wir das im letzten Satz der Saga erfahren werden; schätzungsweise also in Buch Nummer Acht. Bis dahin habe ich mir mein eigenes Ende zusammenfantasiert und möchte das gerne mit Euch teilen:

Dies ist mein Vorschlag, wie die Saga enden könnte

Das Sprechen viel Jamie sichtbar schwer. "Claire - geliebte Claire! Komm zu mir."
Sie wischte sich die Tränen aus den Augen und kam zu ihm. Beide merkten, dass ihnen nicht viel Zeit blieb. Das Alter, die Krankheit, alles ließ ihn kleiner, gebrechlicher wirken. Nur seinem Gesicht sah man den starken Mann an, der er immer gewesen war.
"Claire, denk an die Zeit die wir hatten, und du weißt, ich warte auf der anderen Seite. Ich werde immer bei dir sein. Weine nicht, lache und freue dich über die schönen Jahre zusammen."
"Jamie, dir gehört mein Herz, wir sind eins..."
Den Rest hörte er nicht mehr. Claire strich ihm sanft über die Wange und lächelte...

Da sah er sie nun sitzen - seine Frau. Wie unglaublich schön sie doch war. Aber warum nur weinte sie?
Er sah um sich und alles schien heller zu werden. Immer heller bis er in gleißendes Licht gehüllt war.
Er bewegte sich.
Alles bewegte sich.
Um ihn herum war Licht und er fühlte sich so wohl.
Allerdings fehlte etwas.
Etwas zog noch an ihm. War das Claire?
Claire...
Wann würde sie bei ihm sein?
'Raum und Zeit haben hier eine andere Bedeutung! In Deiner jetzigen Daseinsform hat Raum keine Bedeutung. Komm weiter ins Licht und dann wird auch die Zeit keine Rolle mehr spielen', hörte er es in seinem Kopf. 'Du must nur loslassen, dann wird die Zeit wie im Fluge für Dich vergehen und schon in der nächsten Sekunde könnte sie bei Dir sein...'
Die Stimme war angenehm, ebenso das Licht. Dieser ganze Zustand war im Grunde genommen erfüllend. Vielmehr hätte er erfüllend sein müssen - aber etwas holte ihn zurück aus diesem schönen Licht.

Er stand auf einer Straße. Sie sah anders aus, als die Straßen, die er kannte. Ein Gewitter lag in der Luft und der Wind bließ ihm ins Gesicht.
Links und rechts der Straße sah er Laternen. Allerdings flackerte das Licht nicht, wie er es gewohnt war. Kontinuierlich schien es auf ihn herab.
Er war hier schon einmal gewesen.
Vor langer Zeit.
Aber damals hatte er geträumt!
'Nein, das war kein Traum. Deine Seele war auf Reisen. Der Körper muss nicht tot sein, damit die Seele wandern kann. Manchmal geschieht das auch im Schlaf.'
Er lauschte der Stimme in seinem Kopf und verstand plötzlich so vieles von dem, was er in seinem Leben Unglaubliches erlebt hatte.

Er ging die Straße entlang und wurde von einem Haus auf der rechten Seite angezogen. Im ersten Stock schien Licht im Fenster. Dort saß jemand. Ihm stockte der Atem: Claire - seine geliebte Claire.
"Oh Sassenach!"
Der Anblick erfüllte ihn mit Traurigkeit! Wie damals in seinem Traum konnte er sie nicht berühren, sich nicht bemerkbar machen!
Wieder hörte er diese Stimme: 'Lass los und komm ins Licht! Die Zeit wird hier wie im Fluge vergehen!'
Würde es das? Das Risiko wollte er nicht eingehen. Und wenn er ewig in diesem Zwischenzustand bliebe - sie alleine anzusehen war schon genug! Nur ansehen!
Claire bürstete sich das Haar. Wehmut ergriff ihn. Wie gerne hatte er über ihr widerspenstiges Haar gestrichen, wenn sie es fluchend mit der Bürste traktierte.
Nein, das war kein Zustand. Er musste loslassen. Aber er konnte den Blick nicht von ihr wenden.

Plötzlich sprach ihn jemand an. Ein Mann - der gottverdammte Randall. Konnte ihn Black Jack nicht einmal im Jenseits in Ruhe lassen?
Black Jack sprach mit ihm, d.h., er öffnete und schloss den Mund, als würde er eine Konversation betreiben. Sichtlich verwirrt, weil er keinen Ton hörte, bemerkte Jamie zudem, dass Black Jack seltsam gekleidet war. Langsam dämmerte ihm, dass er wohl Frank, Claires ersten Ehemann vor sich hatte.

Dies war nicht seine Welt! Dies war offensichtlich die Zukunft und er gehörte nicht hier her. Er verstand: Es war Zeit, zu gehen...
Ein Blitz teilte den Himmel. Er drehte sich um und ging zurück. Mit jedem Schritt wurde es wieder heller und als er am Ende der Straße angekommen war, erfasste ihn gleißendes Licht.
'Komm ins Licht und schon bald wird sie da sein.'
Jamie ließ los --- und aus dem gleißenden Licht trat Claire auf ihn zu.

Sie waren vereint, diesmal für die Unendlichkeit.

--- ENDE ---
- in: 03.13 News zur Saga 586 mal gelesen

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