Simon Fraser - der alte Fuchs
Simon Fraser ist in der DG-Saga Jamies Großvater väterlicherseits. Er ist eine real existierende Person.
Der 11. Lord Lovat, auch bekannt als "der Fuchs" & "der falscheste Mann in Schottland" , wurde 1667 als Sohn von Thomas Beaufort, der 3. überlebende Sohn des 8. Lords Lovat, geboren. Seine Loyalität gehörte seinem Clan & seiner Familie. Seine Besessenheit galt einzig der Rückerlangung des Titel Lord Lovat & der Ländereien.
Er lebte in Schloss Downie & führte dort ein Leben in Saus und Braus. 1697 keimte in ihm ein hinterhältiger Plan, durch eine Entführung die verwitwete Lady Amelia Lovat, geborene Atholl, für sich zu gewinnen - und so an den Titel Lovat zu kommen.
Seine Ergebenen stellten Lady Amelia in einer Kirche nach, während sie gerade die Messe besuchte. Die Männer hatten Dudelsäcke dabei, um mit ihrer Musik die Schreie der jungen Frau zu übertönen. Mit dieser Tat zog Simon den Zorn der Atholl auf sich & sah sich gezwungen, das Land zu verlassen.
Er verbrachte die folgenden 6 Jahre auf dem Kontinent & war ein häufiger Gast am Hofe der Jakobiten. Während seiner Zeit in Frankreich nahm Simon die Gelegenheit wahr, zum Katholizismus zu konvertieren, während er selbst am Hofe der Jakobiten Intrigen schmiedete, um es diesem Geschlecht zu ermöglichen, wieder den Thron in Schottland zu besteigen.
1703 kehrte er nach Schottland zurück & beanspruchte den Titel of Lovat für sich, obwohl seine "Braut" die Verbindung 1702 anullieren ließ & sich wiederverheiratet hatte - erfolglos.
Während des Aufstandes von 1715 hielt sich Simon komplett aus der Politik heraus & wurde nach Jahren der "Loyalität" von der Regierung belohnt: Er erhielt besiegtes Jakobitenland.
1717 heiratete er wieder - eine der Töchter des Nachbarclans Grant, die ihm 2 Söhne & 2 Töchter gebahr.
Als sich 1719 ein neuer Aufstand bildete, war Simons Plan, gemeinsam mit dem Earl of Seaforth gegen London zu ziehen. Die Regierung bekam allerdings Wind davon, doch glücklicherweise wusste Simon rechtzeitig, dass er verraten wurde und konnte sich aus der Geschichte herauswinden: Er gab seinen Männern den Befehl, den Aufstand niederzuschlagen und ging dann nach London, als "der Retter der Regierung". Der Umstand, dass er die Länderein von Seaforth im Zuge des Niederschages an sich genommen hatte, versetzte König George I. in solche Freude, dass er Simon zum Paten seines ältesten Sohnes machte.
Simon verbrachte das folgende Jahrzehnt mit langwierigen Rechtsstreitigkeiten, um den Titel Lord Lovat. In diesem Zusammenhang grübelte er über Möglichkeiten, seine Macht zu vergrößern. 1724 verfasste er ein Schreiben an König Georg I. ("a Memorial on the State of the Highlands"), in dem er für eine Stärkung der Highland-Clan-Chiefs plädierte. Es sollten die Legislative & Exekutive gestärkt werden, um Recht & Ordnung in Schottland aufrecht zu erhalten. Dieses Anliegen wurde abgelehnt.
1732 starb seine Frau, doch Simon heiratete schon im nächsten Jahr Primrose, Tochter des John Campbell of Mamore. 1733 war auch das Jahr, in dem er entgültig die Rechtsstreitigkeiten um den Titel des Lord Lovat gewann.
Nach wie vor unterstützte er die Jakobiten und verhalf John Roy Stewart 1736 zur Flucht außer Landes.
Schließlich kamen die Kämpfe von '45 näher. Simon bekannte sich relativ spät zu den Jakobiten, nur um dann zu erfahren, dass die Schlacht um Culloden fehlgeschlagen war. Sein einziger Kommentar dazu: "Nur ein Vollidiot kämpft an solch einem Tag!"
In der Nacht nach der Niederlage fand in Lovats Haus bei Gorthlech am Loch Knor das einzige Treffen zwischen ihm und Charles statt. Simon riet Charles zur Flucht nach Frankreich, um dort einen weiteren Versuch um die Rückgewinnung des Thrones zu starten. Beide Männer flüchteten tags darauf - Lovat auf eine der Inseln am Morar-See.
Er wurde dort vom Kapitän Fergusson gefangengenommen. Simon hatte sich in einem hohlen Baum versteckt, ohne zu merken, dass seine bloßen Beine noch zu sehen waren. Er wurde nach London gebracht & man sperrte ihn im Tower ein. Am 9.3.1747 bekam er einen Prozess in der Westminster Hall.
Am 18. März wurde er durch Beweise von John Murray von Broughton überführt - was nach schottischem Gesetz nicht rechtmäßig gewesen wäre - doch der verantwortliche Richter ignorierte diesen Umstand.
Lovat nahm den Prozess mit Würde hin. Über seinen Humor während des Prozess sprach man noch lange Zeit. Auf die Frage, ob er noch Fragen an Sir Everard Fawkener habe, antworte er: "Nein, ich als sein ergebener Diener wünsche ihm nur viel Freude an seiner jungen Frau."
Am 9. April 1747 wurde Lovat als letzte Person in Großbritannien überhaupt im Tower Hill enthauptet. Ironie des Schicksals war, dass die hölzerne Tribüne, die für das Londoner Publikum eigens aufgestellt wurde, zusammenbrach und einige englische Tote forderte, noch bevor der Schotte Lovat selbst am Galgen angekommen war.
- in: 03.13 News zur Saga
Der 11. Lord Lovat, auch bekannt als "der Fuchs" & "der falscheste Mann in Schottland" , wurde 1667 als Sohn von Thomas Beaufort, der 3. überlebende Sohn des 8. Lords Lovat, geboren. Seine Loyalität gehörte seinem Clan & seiner Familie. Seine Besessenheit galt einzig der Rückerlangung des Titel Lord Lovat & der Ländereien.
Er lebte in Schloss Downie & führte dort ein Leben in Saus und Braus. 1697 keimte in ihm ein hinterhältiger Plan, durch eine Entführung die verwitwete Lady Amelia Lovat, geborene Atholl, für sich zu gewinnen - und so an den Titel Lovat zu kommen.
Seine Ergebenen stellten Lady Amelia in einer Kirche nach, während sie gerade die Messe besuchte. Die Männer hatten Dudelsäcke dabei, um mit ihrer Musik die Schreie der jungen Frau zu übertönen. Mit dieser Tat zog Simon den Zorn der Atholl auf sich & sah sich gezwungen, das Land zu verlassen.
Er verbrachte die folgenden 6 Jahre auf dem Kontinent & war ein häufiger Gast am Hofe der Jakobiten. Während seiner Zeit in Frankreich nahm Simon die Gelegenheit wahr, zum Katholizismus zu konvertieren, während er selbst am Hofe der Jakobiten Intrigen schmiedete, um es diesem Geschlecht zu ermöglichen, wieder den Thron in Schottland zu besteigen.
1703 kehrte er nach Schottland zurück & beanspruchte den Titel of Lovat für sich, obwohl seine "Braut" die Verbindung 1702 anullieren ließ & sich wiederverheiratet hatte - erfolglos.
Während des Aufstandes von 1715 hielt sich Simon komplett aus der Politik heraus & wurde nach Jahren der "Loyalität" von der Regierung belohnt: Er erhielt besiegtes Jakobitenland.
1717 heiratete er wieder - eine der Töchter des Nachbarclans Grant, die ihm 2 Söhne & 2 Töchter gebahr.
Als sich 1719 ein neuer Aufstand bildete, war Simons Plan, gemeinsam mit dem Earl of Seaforth gegen London zu ziehen. Die Regierung bekam allerdings Wind davon, doch glücklicherweise wusste Simon rechtzeitig, dass er verraten wurde und konnte sich aus der Geschichte herauswinden: Er gab seinen Männern den Befehl, den Aufstand niederzuschlagen und ging dann nach London, als "der Retter der Regierung". Der Umstand, dass er die Länderein von Seaforth im Zuge des Niederschages an sich genommen hatte, versetzte König George I. in solche Freude, dass er Simon zum Paten seines ältesten Sohnes machte.
Simon verbrachte das folgende Jahrzehnt mit langwierigen Rechtsstreitigkeiten, um den Titel Lord Lovat. In diesem Zusammenhang grübelte er über Möglichkeiten, seine Macht zu vergrößern. 1724 verfasste er ein Schreiben an König Georg I. ("a Memorial on the State of the Highlands"), in dem er für eine Stärkung der Highland-Clan-Chiefs plädierte. Es sollten die Legislative & Exekutive gestärkt werden, um Recht & Ordnung in Schottland aufrecht zu erhalten. Dieses Anliegen wurde abgelehnt.
1732 starb seine Frau, doch Simon heiratete schon im nächsten Jahr Primrose, Tochter des John Campbell of Mamore. 1733 war auch das Jahr, in dem er entgültig die Rechtsstreitigkeiten um den Titel des Lord Lovat gewann.
Nach wie vor unterstützte er die Jakobiten und verhalf John Roy Stewart 1736 zur Flucht außer Landes.
Schließlich kamen die Kämpfe von '45 näher. Simon bekannte sich relativ spät zu den Jakobiten, nur um dann zu erfahren, dass die Schlacht um Culloden fehlgeschlagen war. Sein einziger Kommentar dazu: "Nur ein Vollidiot kämpft an solch einem Tag!"
In der Nacht nach der Niederlage fand in Lovats Haus bei Gorthlech am Loch Knor das einzige Treffen zwischen ihm und Charles statt. Simon riet Charles zur Flucht nach Frankreich, um dort einen weiteren Versuch um die Rückgewinnung des Thrones zu starten. Beide Männer flüchteten tags darauf - Lovat auf eine der Inseln am Morar-See.
Er wurde dort vom Kapitän Fergusson gefangengenommen. Simon hatte sich in einem hohlen Baum versteckt, ohne zu merken, dass seine bloßen Beine noch zu sehen waren. Er wurde nach London gebracht & man sperrte ihn im Tower ein. Am 9.3.1747 bekam er einen Prozess in der Westminster Hall.
Am 18. März wurde er durch Beweise von John Murray von Broughton überführt - was nach schottischem Gesetz nicht rechtmäßig gewesen wäre - doch der verantwortliche Richter ignorierte diesen Umstand.
Lovat nahm den Prozess mit Würde hin. Über seinen Humor während des Prozess sprach man noch lange Zeit. Auf die Frage, ob er noch Fragen an Sir Everard Fawkener habe, antworte er: "Nein, ich als sein ergebener Diener wünsche ihm nur viel Freude an seiner jungen Frau."
Am 9. April 1747 wurde Lovat als letzte Person in Großbritannien überhaupt im Tower Hill enthauptet. Ironie des Schicksals war, dass die hölzerne Tribüne, die für das Londoner Publikum eigens aufgestellt wurde, zusammenbrach und einige englische Tote forderte, noch bevor der Schotte Lovat selbst am Galgen angekommen war.
Dante Milano - Fr, 21. Jul, 22:29
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